Foto: DRK Landesverband…
1. Förderperiode: “DigiCare” 01. August 2021 - 01. August 2024
2. Förderperiode: “DigiCare Configuration” 01. November 2025 - 01. November 2026
Im Projekt DigiCare wurde die Entwicklung digitaler Kompetenzen und Lösungen in virtuellen Lernräumen mithilfe von Virtual-Reality-Technologie in der Pflegeausbildung erprobt. In Zusammenarbeit der AG Versorgungsforschung der Universitätsmedizin Halle, des Deutschen Roten Kreuzes Sachsen-Anhalt und des Unternehmens prefrontal cortex wurden virtuelle Lernarrangements entwickelt, die sich an den Praxisbedarfen der Pflegeausbildung orientierten und insbesondere die Schnittstelle zwischen Pflegeschule und praktischer Ausbildung in den Fokus stellten.
Das aktuelle Folgeprojekt DigiCare Configuration baut auf diesen Ergebnissen auf und entwickelt sie gezielt weiter. Ergänzend zu den bestehenden VR-Lernszenarien werden ein didaktisches Schulungskonzept sowie ein Konfigurator entwickelt, mit dem Lehrkräfte und Praxisanleitende virtuelle Lernszenarien bedarfs- und nutzerorientiert anpassen, weiterentwickeln und nachhaltig in Unterricht und Praxisanleitung integrieren können.
„Das Training mit einem – wenn auch virtuellen – Menschen, der mir antwortet und reagiert, wenn ich ihn berühre, ist wertvoller als jedes Lehrbuch. Gleichzeitig lässt die digitale Übung den Pflege-Azubis genügend Raum zum Probieren und baut Ängste und Hemmnisse ab“, erklärt DRK-Landesgeschäftsführer Dr. Carlhans Uhle.
Im Projektverlauf von DigiCare wurde gemeinsam mit den Lehrkräften der DRK Pflegeschule „Henry Dunant“ in Halle (Saale) erarbeitet werden, welche Lernsituationen sich für virtuelle Übungen eignen. Diese Pflegesituationen werden als digitale Lernszenarien umgesetzt und von den DRK-Pflege-Azubis getestet. Über VR-Brillen erhalten die angehenden Pflegefachkräfte die Möglichkeit, eine Pflegesituation in einem geschützten Rahmen zu erproben, bevor sie sie im direkten Kontakt zum Menschen durchführen.
„Virtual Reality ist bereits heute fester Bestandteil in vielen Trainings und Schulungen, in welchen komplexe Szenarien erlebbar und mit großem Erfolg auch individuell erlernbar gemacht werden,“ sagt Paul Kirsten, Mitgründer von prefrontal cortex. „Wir freuen uns darauf, mit unserer langjährigen Erfahrung in der iterativen Entwicklung von VR-Prototypen für Forschung und Unternehmen diese kollaborativen Lernszenarien mit den Auszubildenden und Lehrkräften in Halle gemeinsam zu gestalten.“
Durch die Digitalisierung der Pflegeausbildung adressiert DigiCare und DigiCare Configuration ein Thema von hoher gesellschaftlicher Relevanz und einer großen Zielgruppe. Für Auszubildende der Pflege konzipiert, werden Lernszenarien methodisch-didaktisch entwickelt und evaluiert. Ein Ziel soll es daher auch sein, die empirisch überprüften, in Zusammenarbeit mit den Pflegeauszubildenden und ihren Lehrkräften gemeinsam erarbeiteten sowie iterativ optimierten Lehr-Lern-Ergebnisse und -Erkenntnisse in Gremien und Rahmenlehrplan-Kommissionen auf Landes- und Bundesebene vorzustellen und einzubringen. So sollen ein Beitrag zu einer kontinuierlichen Verbesserung der curricularen Ausrichtung des Rahmenlehrplans der generalisti-schen Pflegeausbildung geleistet und die virtuellen Lernszenarien in der Folge einer größeren Zielgruppe zur Verfügung gestellt werden.
„Aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen am Digital HealthCare Hub an der Universitätsmedizin Halle (Saale) mit der Implementierung von Technologien in den Pflege- und Versorgungskontext, erhoffen wir uns auch von dem DigiCare-Projekt nicht nur einen Beitrag zum aktuellen Wissens- und Forschungs-stand, sondern vor allem auch zur Attraktivität und Effektivität der Pflegeausbildung leisten zu können. VR-gestütztes Lernen macht nicht nur Spaß, sondern kann den Unterricht in sinnvoller Weise ergänzen,“ erläutert der Projektleiter Prof. Dr. Patrick Jahn.

Sophie Lindner
Projektleitung DigiCare Configuration
Willy-Brandt-Str. 57
06110 Halle
Telefon: 0345 570 296 43
E-Mail: Sophie.Lindner(at)Sachsen-Anhalt.drk(dot)de
Hinweis:
Im Interesse einer besseren Lesbarkeit wird davon abgesehen, bei Fehlen einer geschlechtsneutralen Formulierung sowohl die männliche als auch weitere Formen anzuführen. Die obenstehend gewählten männlichen Formulierungen gelten deshalb uneingeschränkt auch für die weiteren Geschlechter.